10 Tipps für die Einarbeitung

Viele Fallstricke bei der Einarbeitung können schon im Vorfeld durch gute Planung entschärft werden. Beherzigen Sie die folgenden Tipps, um die häufigsten Fehler zu vermeiden und Ihrem Neuzugang einen guten Start zu bereiten.

1. Vorbereitet sein

Die Einarbeitung beginnt nicht mit dem ersten Arbeitstag des Neuzugangs. Kümmern Sie sich im Vorfeld darum, dass alle nötigen Informationen und Zugänge vorhanden sind und bereiten Sie den Arbeitsplatz vor. So fühlt sich Ihr Neuzugang wertgeschätzt und willkommen.

2. Pate/Mentor bestimmen
Ihr Neuzugang wird gerade in der ersten Zeit viele Fragen haben und noch unsicher sein, wer die richtigen Ansprechpartner sind. Bestimmen Sie im Team deshalb einen Paten, der dem Neuzugang zur Seite steht. Dieser sollte nicht nur fachlich helfen, sondern auch bei der sozialen Integration unterstützen.
3. Team mit einbeziehen
Die Führungskraft und der Pate sind die ersten Anlaufstellen, die Einarbeitung sollte aber eine Teamleistung sein. Die Teammitglieder sollten die Einarbeitung mit ihrem jeweiligen Expertenwissen unterstützen. Das beschleunigt die Wissensvermittlung, sorgt für Abwechslung und stärkt das Teamgefühl.
4. Einarbeitung ist (auch) Chefsache
Auch wenn die fachliche Einarbeitung wahrscheinlich vorrangig durch das Team und/oder den Paten durchgeführt wird, sollte die Führungskraft präsent sein und sich einbringen. Das zeigt Wertschätzung und motiviert den Neuzugang.
5. Einarbeitungsplan erstellen (inkl. Anforderungsanalyse)
Vor dem Start der Einarbeitung sollte eine Anforderungsanalyse erstellt werden. Jeder Neuzugang hat einen anderen Hintergrund, ein Absolvent benötigt eine viel umfangreichere Einarbeitung als ein Experte, der schon in anderen Unternehmen eine ähnliche Aufgabe hatte. Davon ausgehend wird dann ein detaillierter Einarbeitungsplan mit Checklisten erstellt, um sicherzugehen, dass kein Punkt vergessen wird.
6. Orientierung zum Start geben
Überladen Sie die ersten Tage nicht mit fachlichen Themen, sondern schaffen Sie zunächst Orientierung. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um dem Neuzugang die wichtigsten organisatorischen Angelegenheiten zu erklären (z.B. Raumpläne, Kantine, Mitarbeiterverzeichnis, Rundgänge, …).
7. Schulungen schnellstmöglich, aber dosiert durchführen
Verpflichtende und wichtige Schulungen sollten selbstverständlich zeitnah durchgeführt werden. Achten Sie aber darauf, die Arbeitstage damit nicht zu überfrachten und dem Neuzugang Abwechslung zu bieten.
8. Feedback geben (und annehmen)
Planen Sie Zeit für regelmäßige Gespräche ein (mindestens wöchentlich). Geben Sie dort Feedback zum Fortschritt und fragen Sie nach Unklarheiten und Verbesserungsvorschlägen.
9. Über- und Unterforderung vermeiden
Jeder Neuzugang hat einen anderen Hintergrund, Einarbeitungspläne müssen deshalb individuell angepasst werden (u.U. auch während der laufenden Einarbeitung). Geschieht das nicht, droht eine Über- oder Unterforderung des Neuzugangs. Beides ist schädlich für die Motivation und ist der Hauptgrund für Kündigungen innerhalb der ersten Monate.
10. Sich Zeit nehmen
Generell gilt: Nehmen Sie sich Zeit für Ihren Neuzugang und die Einarbeitung. Es wird Fragen geben, die mehrmals beantwortet werden müssen und Momente, in denen der Neuzugang nicht ganz genau weiß, was zu tun ist.

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